Praxis für Logopädie - Ariane Mahnkopf

Behandlungsbereiche

Therapie, Diagnostik und Beratung bei..

..Sprachstörung

• Sprachentwicklungsstörung • phonologische Störung • Dysgrammatismus • Aphasie

..Sprechstörung

• Dyslalie • Dysarthrie • Apraxie

..Schluckstörung

• myofunktionelle Störung • Dysphagie

..Stimmstörung

• hyperfunktionelle Dysphonien • hypofunktionelle Dysphonien • Laryngektomie • organische Dysphonien

..Hörstörung

• auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

..Sprachstörungen

Phonologische Störungen

Bei einer phonologischen Störung zeigt das Kind „Lautverwechselungen“;
d.h., ein Kind ersetzt weitgehend konsequent einen Laut durch einen
anderen. Dies kommt u.a. bei ähnlich klingenden Wörtern wie beispielsweise
Kopf“ und „Topf“ vor oder „Tasche“ wird zu „Tasse“. Den Laut an sich kann
das Kind jedoch richtig bilden.

Wortschatzdefizit

Ein Wortschatzdefizit liegt vor, wenn ein Kind für das jeweilige Alter zu wenig
Wörter kennt, gebraucht und/oder die Bedeutung von an sich altersgemäßen
Anforderungen nicht versteht. Bei letzterem geht man von einem
eingeschränktem Sprachverständnis aus. Bei zweisprachig aufwachsenden
Kindern besteht ein Wortschatzdefizit sofern die Schwierigkeiten in beiden
Sprachen auftreten.

Dysgrammatismus

Der Dysgrammatismus zeichnet sich aus durch Vertauschen einzelner Wörter
oder Satzteile innerhalb eines Satzes aus. Weiterhin zählt dazu die verkehrte
Beugung eines Haupt- oder Tunwortes wie beispielsweise „Ich habe den Brot
geesst.“. Der Dysgrammatismus besteht auch, wenn ein 2 ½ jähriges oder
noch älteres Kind ausschließlich Ein- und Zwei-Wort-Äusserungen gebraucht
und/oder noch keine Fragen oder Verneinungen grammatikalisch richtig
bilden kann.

Pragmatische Störungen

Pragmatische Störungen machen sich beim Erzählen von Ereignissen
bemerkbar. Das Kind oder der Jugendliche hat hier Probleme, von einem
bestimmten Ereignis für seinen Gegenüber nachvollziehbar und bei zeitlich
korrekter Einordnung und Abfolge zu berichten.

Entwicklungsdyslexie/-dysgraphie

Eine Entwicklungsdysgraphie liegt bei Schwierigkeiten im schriftlichen
Ausdruck vor. Bei einer Entwicklulngsdyslexie kann der/die SchülerIn den
Sinn von gelesenen Worten und Sätzen nicht erfassen, sofern er/sie die
Buchstaben beim lauten Lesen miteinander verbinden kann.

Aphasie

Eine Aphasie kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Sie ist oft das
Unvermögen Wörter zu finden, korrekt auszusprechen, zu verstehen. Es
kann sich auch durch den gehäuften Gebrauch von Redewendungen und
Floskeln zeigen, Satzverschachtelungen oder dadurch, dass der/die
Betroffene extrem viel unter Einsatz von zumeist inhaltsleeren Phrasen redet
(Logorrhoe).
Eine Aphasie ist meist die Folge eines neurologischen Ereignisses wie
beispielsweise eines Schlaganfalls oder einer Hirnblutung.

Agraphie/Alexie

Agraphie und Alexie können nach neurologischen Ereignissen entstehen. Bei
einer Agraphie ist das Schreiben gestört, d.h. Wörter und/oder Sätze können
nicht mehr orthographisch oder inhaltlich korrekt geschrieben werden wie es
dem Betroffenen vor dem Ereignis möglich war. Das Verstehen von
Gelesenem ist bei einer Alexie eingeschränkt oder teilweise gar nicht mehr
möglich.

..Sprechstörungen

Artikulations-/Aussprachestörungen

Darunter versteht man die fehlerhafte Aussprache einzelner Laute. Ziel der
logopädischen Therapie ist die sogenannte „lautreine Artikulation des
Ziellautes“. Am bekanntesten ist hier das sogenannte „Lispeln“ und die
verkehrte Bildungsweise von.

Verbale Entwicklungsdyspraxie

Verbale Entwicklungsdyspraxie zeichnet sich vorrangig durch eine fehlerhafte
Planung der Wortbildungsweise bzw. des Bewegungsablaufes, der für die
jeweilige Lautbildung erforderlich ist, aus. Da es sich hier um eine sog.
zentrale Störung handelt, kann hierbei oft keine konkrete Prognose bzgl. der
Therapiedauer angegeben werden.

Dysarthrie/Dysarthrophonie

Dysarthrie/Dysarthrophonie liegt vor, wenn aufgrund eines neurologischen
Ereignisses oder Erkrankung wie beispielsweise Schlaganfall, Schädel-Hirn-
Trauma, Morbus Parkinson usw. die Ausprache unverständlich oder
undeutlich, die Atmung beim Sprechen beeinträchtigt ist und Zungen-,
Lippen- und mimische Bewegungen beeinträchtigt sind.

Sprechapraxie

Man spricht von einer Sprechapraxie, wenn willkürliche Sprechbewegungen
nicht mehr möglich sind, da die Planung der jeweils erforderlichen Bewegung
gestört ist. Oft sind beim Betroffenen Suchbewegungen zu beobachten.

Stottern

Stottern besteht in Form von einer ungewollten Wiederholungen von
Wörtern/Silben/Satzteilen oder kann sich auch in Form von Vermeidungsund
Angstverhalten zeigen bezogen auf Sprechsituationen. Es können auch
Mitbewegungen wie beispielsweise den Kopf wegdrehen, Augenrollen,
Grimassieren oder körperliche Anspannung u.ä. damit einhergehen.

Poltern

Unter Poltern fällt vor allem das undeutliche und sehr schnelle Sprechen. In
Stresssituationen kann es zu einer stotterähnlichen Symptomatik kommen,
weswegen Polterer oft als Stotterer angesehen werden. Polterer wirken oft
unsicher aufgrund der zusätzlich meist leisen Sprechweise.



..Schluckstörungen

Myofunktionelle Störung

Eine myofuntkionelle Störung zeichnet sich aus durch Koordinationsprobleme
und/oder nicht optimaler Kraft der Zunge und Lippen, sowie einem erhaltenen
infantilen Schluckmuster, d.h. die Zunge stößt wie beim frühkindlichen
Saugen durch oder gegen die Zähne beim Schlucken. Zudem liegt die Zunge
in Ruheposition meistens zwischen den Zähnen oder unten im Mund.
Dadurch werden Zahnfehlstellungen (langfristig) begünstigt. Logopädie wird
oft kurz vor oder während einer Kieferorthopädischen Behandlung vom
Zahnarzt oder Kieferorthopäden verordnet.

Dysphagie

Eine Dysphagie kann in verschiedenen Formen auftreten. Betroffenen
und/oder Angehörigen fällt insbesondere häufiges Husten während oder nach
Nahrungs- und/oder Flüssigkeitsaufnahme, Nahrungsreste im Mund, die vom
Betroffenen nicht bemerkt werden, Herauslaufen von Getränken oder Essen
aus dem Mund auf. Dies sind oft Anzeichen einer Schluckstörung, d.h. der/die
Betroffene läuft Gefahr sich zu verschlucken bzw. verschluckt sich. Die
Ursache ist in der Regel neurologisch.



..Stimmstörungen

Kindliche hyperfunktionelle Dysphonie

Bei einer kindlichen hyperfunktionellen Dysphonie fällt oft ein heiserer, rauer
oder gepresster Stimmklang auf. Teilweise kommt es zu Stimmlücken beim
Sprechen. Das Kind zeigt zudem eine deutlich erhöhte Körperspannung beim
Sprechen bzw. bei der Stimmproduktion.

Kindliche hypofunktionelle Dysphonie

Eine kindliche hypofunktionelle Dysphonie macht sich in der Regel
bemerkbar durch eine leise, behauchte Stimme. Man kann davon ausgehen,
dass es dem Kind nicht möglich ist, eine klare laute Stimme zu produzieren.

Rhinophonie/-lalie

Rhinophonie (oder auch Rhinolalie genannt) ist das sog. „Näseln“. Es
entsteht dadurch, dass zu viel oder zu wenig Luft beim Sprechen durch die
Nase gelangt.

Funktionelle Dysphonien bei Erwachsenen

Funktionelle Dysphonien bei Erwachsenen zeigen sich durch eine auf Dauer
ungünstige Art Stimme zu produzieren. Dadurch wird der Betroffene oft
schnell heiser und die Stimme ist (dauerhaft) nicht belastbar. Sie tritt häufig
bei sog. „Sprechberufen“ wie LehrerIn, SängerIn u.ä. auf.

Organische Dysphonien

Unter organische Dysphonien fallen alle Arten von Fehlbildungen bzw.
Gewebeveränderungen an und um die Stimmlippen herum. Diese können
beispielsweise Stimmlippenknötchen oder Polypen sein. Die Stimme kann
dadurch heiser, behaucht oder zweitönig klingen.

Laryngektomie

Die Laryngektomie ist die operative Entfernung des Kehlkopfes in Folge von
Krebs in diesem Bereich. Da sich im Kehlkopf die Stimmlippen befinden sollte
anschließend mit logopädischer Hilfe eine „Ersatzstimme“ angebahnt werden.

Störung der Gesangsstimme

Die Störung der Gesangsstimme macht sich bemerkbar durch Heiserkeit oder
Stimmlosigkeit bei einigen Tönen während des Singens. Meist zeigen sich die
Defizite bei den ganz hohen oder ganz tiefen Tönen. Drückt der Sänger die
Stimme für den Ton richtiggehend, so können sich daraus auch sog.
Sängerknötchen auf den Stimmlippen entwickeln.



..Hörstörungen

Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen

Eine auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung liegt vor, wenn die Hörmerkfähigkeit,
Aufmerksamkeit und Konzentration beim Zuhören, Richtungshören (von wo kommt das
Geräusch?), Analyse und Synthese (Verbinden von vorgegebenen Lauten zu einem Wort/einer
Silbe), Differenzierung ähnlich klingender Laute gestört ist. Für eine auditive Wahrnehmungs- und
Verarbeitungsstörung müssen mindestens drei dieser Bereiche auffällig sein. Logopäden dürfen den
Verdacht äußern, dass diese Störung vorliegt, die offizielle Diagnosestellung muss jedoch in einer
entsprechend dafür ausgerüsteten Klinik erfolgen. Die Therapie erfolgt anschließend ambulant in
der Logopädie.



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